Donnerstag, 04. Juni 2020
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Verschiebung der Generalversammlung 2020

Auf Grund der aktuellen Entwicklungen im Umgang mit dem Corona-Virus hat sich der Vorstand der Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr / Löschzug Boppard e.V. dazu entschieden, die diesjährigen Generalversammlung vom 20.03.2020 bis auf Weiteres zu verschieben. Diese und weitere Maßnahmen soll speziell die Einsatzfähigkeit des Löschzuges Boppard aufrecht erhalten und unsere Mitglieder vor einer Ansteckung bewahren. 
Wir bitten für diese Entscheidung um Verständnis und werden einen neuen Termin auf den üblichen Wegen veröffentlichen, sobald eine Entspannung der Lage in Sicht kommt.

Der Vorstand der Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr / Löschzug Boppard e.V.

 

+++ Unklarer Feuerschein Cäcilienhöhe +++

Kurz nach Mitternacht wurden wir zu einem unklaren Feuerschein im Bereich des Strauchschnittplatzes auf der Cäcilienhöhe alarmiert. Mehrere Kameraden nahmen diesen Feuerschein auf dem Weg zur Wache ebenfalls wahr.

Noch auf der Anfahrt wurde deutlich, dass es sich hier um ein größeres Feuer handelt, sodass erst das Tanklöschfahrzeug des Löschzuges Buchholz, kurze Zeit später dann jedoch die Löschzuge Buchholz und Bad Salzig nachalarmiert wurden.

Nach der ersten Erkundung wurde unsere Drehleiter an die Einsatzstelle beordert, um diese auszuleuchten. Gleichzeitig wurde ein Radlader angefordert, um das brennende Material auseinander zu ziehen, sowie die Feuerwehr St. Goar nachalarmiert.

Weil sich auf der L210 keine Hydranten befinden, musste zur Sicherstellung der Wasserversorgung ein sogenannter Pendelverkehr mit diversen Tanklöschfahrzeugen eingerichtet werden. Eine Wasserentnahmestelle befand sich hierbei in Boppard, eine weitere an einem Oberflurhydranten im Gewerbegebiet Hellerwald. Aufgrund der enormen Mengen Löschwasser (insgesamt über 500.000 Liter), die hierbei zur Brandbekämpfung entnommen werden mussten, wurde der Wasserversorger informiert.

Da sich zwischenzeitlich knapp 100 Kräfte im Einsatz befanden und sich abzeichnete, dass der Einsatz noch einige Stunden andauern würde, wurde die Verpflegungseinheit der Malteser gegen kurz nach 02.00 Uhr alarmiert. Diese baute innerhalb kürzester Zeit eine Verpflegungsstation auf. Bei solch langen und anstrengenden Einsätzen ist es wichtig, dass sich sie Einsatzkräfte ausruhen und ihre Energiereserven wieder auffüllen können. Hier helfen eine warme Mahlzeit, Kaffe, genug zu trinken und etwas Obst und Süßes ungemein.

Die L210 war zeitweise voll gesperrt, doch auch bei diesem Einsatz gab es viele Verkehrsteilnehmer, die scheinbar dachten, ausgerechnet für sie gelte diese Sperrung nicht.
"Aber ich dachte...", "Aber ich wollte...", "Aber ich muss...".
Nein! Wenn eine Straße gesperrt ist, erwarten die Fahrer der Tanklöschfahrzeuge beispielsweise keinen Gegenverkehr und Einsatzkräfte schauen sich vor dem Überqueren der L210 im Bereich des Strauchschnittplatzes auch nicht erst 3x um - warum auch, schließlich kann ja auch kein Auto dort entlangfahren.
Bis auf die vielen Unbelehrbaren natürlich...

Aufgrund der Ausbreitung des Feuers in den Hang, ein Übergreifen auf das angrenzende Waldstück konnte gerade noch verhindert werden, wurde ein Radbagger angefordert, um die brennenden Bereiche im Hang abzutragen. Um die Ausbreitung besser einschätzen zu können, unterstütze uns die DLRG mit ihrer Einsatzdrohne. Im weiteren Verlauf des Einsatzes kam hier aufgrund der größeren Reichweite ebenfalls ein Kettenbagger zum Einsatz.

Schritt für Schritt wurden einzelne Fahrzeuge und Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen, bis gegen 15 Uhr (einige Einsatzkräfte waren also seit 14,5 Stunden im Einsatz), das Einsatzende verkündet wurde.

Nachdem die Fahrzeuge neu bestückt und gereinigt wurden, meldete die Leitstelle ca. 1,5 Stunden später wieder eine starke Rauchentwicklung. Hier leiteten wir gemeinsam mit den Tanklöschfahrzeugen der Löschzüge Bad Salzig und Buchholz sowie den Löschgruppen Hirzenach und Holzfeld eine erneute Brandbekämpfung ein.  Dieser Einsatz war gegen 19.30 Uhr beendet.

Seit heute morgen um 06.00 Uhr befinden wir uns erneut mit den Einheiten Bad Salzig und Buchholz am Strauchschnittplatz im Einsatz. Einzelne Glutnester hatten sich wieder entzündet. Aktuell wird der gesamte vom Brand betroffene Bereich des Hangs mit dem Kettenbagger abgetragen und Schritt für Schritt abgelöscht - eine extrem anstrengende Aufgabe für Gerät und Mannschaft.

Wir möchten uns bei allen Einsatzkräften, die uns - egal in welcher Form - unterstützt haben, herzlich bedanken. Bei diesen sehr zeitintensiven und anstrengenden Einsätzen ist jede Hilfe Gold wert. Ebenso bedanken wir uns bei den Unternehmen, die wie immer sehr schnell und unkompliziert Verpflegung in Form von Brötchen, Getränken etc., aber eben auch schweres Gerät bereitgestellt haben.

Auch den Arbeitgebern, welche ihre Arbeitnehmer bei der Ausübung dieses
wichtigen Ehrenamtes unterstützen, gilt unser Dank.
Den Arbeitgebern, bei denen es leider nicht so unkompliziert ablief,
legen wir hiermit die Lektüre des § 13 (2) S. 1-3 LBKG ans Herz.

Insgesamt im Einsatz:
Aus der Stadt Boppard
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Bad Salzig
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Boppard
- Freiwillige Feuerwehr Stadt Boppard LZ Buchholz
- Löschgruppe Hirzenach
- Löschgruppe Holzfeld
- Freiwillige Feuerwehr Weiler
- Wehrleitung Stadt Boppard
Weiterhin:
- Berufsfeuerwehr Koblenz mit GTLF
- DLRG Ortsgruppe Bad Salzig e.V. mit Einsatzdrohne
- Feuerwehr Rheinböllen mit GTLF
- Feuerwehr St. Goar
- Feuerwehr Oberwesel
- Forstamt Boppard
- Hellerwald Gmbh Recycling & Baustoffe mit Rad- und Kettenbagger
- Malteser Hilfsdienst e.V Simmern
- Polizei
- Rhein-Hunsrück Entsorgung AöR
- Rhein-Hunsrück Wasser

(Fotos/Videos: Feuerwehr Boppard)

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug - HLF20


Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge sind die vielfältigsten Fahrzeuge im deutschen Feuerwehrwesen. Sie haben sich aus den Löschgruppenfahrzeugen entwickelt, als die Feuerwehren erkannten, dass sich ihr Einsatzspektrum von der Brandbekämpfung zunehmend zur technischen Hilfeleistung verschiebt und deshalb ihre Löschgruppenfahrzeuge mit zusätzlicher Beladung zur Unfallhilfe ausrüsteten. Bereits vor ihrer Normung waren die HLF somit die vielfältigsten Geräte der Feuerwehr, die für alle denkbaren Einsatzsituationen wie Verkehrsunfälle, Gefahrguteinsätze und natürlich herkömmliche Brandeinsätze Verwendung fanden.

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (kurz: HLF 20) ist die größere Ausführung dieses Fahrzeugtyps und geht entsprechend über die Beladung des HLF 10 hinaus. Es war seit 2004 als HLF 20/16 gemeinsam mit dem damaligen LF 20/16 in der DIN 14530 Teil 11 genormt. Die momentane – leicht veränderte – Norm lautet DIN 14530 Teil 27. Es verfügt über einen 1.600 Liter fassenden Löschwassertank, 120 Liter Schaummittelvorrat und 12 kg Löschpulver. Seine Feuerlöschkreiselpumpe kann pro Minute 2.000 Liter Wasser bei einem Ausgangsdruck von 10 bar fördern. Gegenüber dem Löschgruppenfahrzeug 20 verfügt es oft über einen kleineren Wassertank, jedoch dafür über eine umfangreichere Beladung zur Technischen Hilfeleistung. Zu letzterer gehören nach aktuellem Stand unter anderem ein hydraulischer Rettungssatz (mit Rettungsspreizer mindestens in Ausführung „BS“, Rettungsschere mindestens in Ausführung „BC“ und Satz Rettungszylinder), Zubehörmaterial, ein Verkehrsunfallkasten sowie grundsätzlich ein pneumatischer Hebesatz. Es umfasst eine nahezu identische Ausstattung für die Brandbekämpfung wie das Löschgruppenfahrzeug 20: Hierzu zählen neben den wasserführenden Armaturen, zwei Fluchthauben, eine vierteilige Steckleiter (oder alternativ zwei Multifunktionsleitern), eine dreiteilige Schiebleiter und ein Sprungrettungsgerät. Ebenso müssen vier Pressluftatmer, ein Atemschutzüberwachungssystem, zwei Schachtabdeckungen, vier leichte Chemikalienschutzanzüge, eine Strom- und Beleuchtungsausrüstung, Tauchpumpe TP 4/1, Motorsäge und Säbelsäge verlastet werden. Auch im HLF 20 müssen, im Gegensatz zu den Löschgruppenfahrzeugen LF 10 und LF 20, weder Drucklüfter noch Schornstein-Werkzeugkasten mitgeführt werden. Darüber hinaus kann das HLF 20 allerdings mit einer Seilwinde, einer Zusatzbeladung zur Bekämpfung von Wasserschadenslagen, Absturzsicherung oder für Gefahrstoffeinsätze, selten auch mit einer Tragkraftspritze versehen werden. Das Fahrzeug kann über einen Allradantrieb verfügen und hat eine zulässige Gesamtmasse von 15 Tonnen.  (Auszug Wikipedia)

Fahrzeugdaten
Baujahr: 2018
Hersteller: Iveco
Fahrgestell: Eurocargo 150 E30 W, 4 x 4 (Iveco)
Aufbau: Magirus
Motorleistung: 220 kW (299 PS), Euro 5
Besatzung: 1/8 (Gruppe)
Antrieb: Allradantrieb
Länge: 8,60 m
Höhe: 3,30 m
Breite: 2,50 m
Gewicht: 15000 kg

AluFire3 Aufbau
Schnellangriff als Faltschlaucheinrichtung
Umfangreiche Beleuchtungen und Warneinrichtungen in LED-Technologie
4 Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum
1 Ein-Personen-Haspel
Hygieneboard
Komplette Beladung für Löschgruppenfahrzeug HLF 20 nach DIN 


Beladung
Spreizer:
Schneidgerät:

Rettungsstempel

Hebekissen

Stromerzeuger: 8 Kva
Bindemittel
Korbtrage
Kettensäge

Schiebleiter:
Steckleiter: 4
Lichtmast: pneumatisch mit 6 x 24 V LED-Scheinwerfern

Pumpe: Feuerlöschkreiselpumpe: 2.000 l/min bei 10 bar
Tankinhalt: 2000 Liter

Sprungretter:
Hochdruck Löscheinrichtung
elektr. Überdruck Lüfter

Pressluftatmer: 6
C-Schlauchkörbe:
B-Schläuche:
auf Haspel:
A-Saugschläuche:
Zumischer:
Schaummittel:
Schlauchbrücken:

CoalaWeb Traffic

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