Samstag, 08. Mai 2021
Notruf: 112

Aktuelles

+++ Gebäudebrand mit Menschenrettung +++

Am Neujahrsabend wurden wir zusammen mit weiteren Feuerwehreinheiten der Stadt Boppard sowie dem DRK und der Polizei zu einem Gebäudebrand mit Menschenrettung in einem Mehrfamilienhaus im Hohen Klosterweg alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte drang schwarzer Qualm aus dem Keller des betroffenen Gebäudes, sodass den noch anrückenden Einsatzkräften ein bestätigtes Feuer gemeldet  wurde. Ein Großteil der Bewohner des 18-Parteien-Hauses konnte sich noch vor unserem Eintreffen selbst in Sicherheit bringen.

Da aber unklar war, ob und wie viele Personen noch im Gebäude waren, ging der erste Angriffstrupp sofort unter schwerem Atemschutz in den Keller vor, um die Räumlichkeiten nach eventuell vermissten Personen abzusuchen und den Brandherd ausfindig zu machen. Ein weiterer Trupp, ebenfalls unter Atemschutz, begab sich zeitgleich durch den rückseitigen Eingang des Hauses ins Innere. Mehrere Bewohner wurden durch Atemschutztrupps ins Freie begleitet.

Darüber hinaus kontrollierten die Einsatzkräfte alle Wohnungen, um sicherzustellen, dass sich keine Menschen mehr im Gebäude aufhielten. Nach einigen Minuten unter Null-Sicht und extremer Hitze konnte der erste Angriffstrupp den Brand in den Kellerräumen lokalisieren und unter Kontrolle bringen. Gebrannt hatte die elektrische Hauptverteilung des Gebäudes.

Insgesamt wurden bei dem Brand 21 Menschen verletzt. Einer davon schwer, drei mittelschwer und 17 leicht. Im Einsatzverlauf kamen weitere Trupps unter Atemschutz zum Einsatz, um den Brandherd nochmals auf mögliche Glutnester zu überprüfen und endgültig „Feuer aus“ melden zu können. Anschließend wurde das Gebäude mittels Drucklüfter belüftet, um die Sichtverhältnisse in den Kellerräumen wieder zu normalisieren. Nachdem das Gebäude rauchfrei war, konnte sich die Einsatzleitung sowie der Energieversorger selber ein Bild des Brandherdes machen.

Schnell war klar, dass das Haus durch fehlenden Strom sowie durch fehlendes Wasser unbewohnbar war. Durch die Schnelleinsatzgruppen des DRK und den sich vor Ort befindlichen Bürgermeister Dr. Walter Bersch, wurden für die Bewohner innerhalb kürzester Zeit Unterkünfte gemietet, welche den Verbleib der Personen sicherstellen. Mit über 150 Einsatzkräften war dies wieder einmal ein Großaufgebot an Rettungskräften, welche gemeinsam perfekt agierten.

Nach Beendigung unserer Maßnahmen konnten wir ca. 3 Stunden nach Alarmierung wieder einrücken.

>>> Bilder >>>

+++ Grundschule Bad Salzig im Vollbrand +++

Am Nachmittag wurde der Löschzug Bad Salzig zusammen mit der Feuerwehr Hirzenach zu einem Müllbrand im Bereich des Pausenhofes der Grundschule alarmiert.
Schon auf der Anfahrt konnte eine riesige schwarze Rauchwolke festgestellt werden, sodass sofort eine Nachalarmierung der Einheiten Weiler, Holzfeld und des Löschzuges Boppard veranlasst wurde.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich heraus, dass nicht nur Unrat bzw. Müll brannte, sondern der komplette Verwaltungstrakt der Grundschule im Vollbrand stand.
Nachdem wir wenige Minuten später gemeinsam mit den weiteren Feuerwehreinheiten der Stadt Boppard am Einsatzort eintrafen, leiteten wir, teilweise unter schwerem Atemschutz, eine massive Brandbekämpfung sowohl im Innen- als auch im Außenangriff ein, um eine weitere Ausbreitung des Feuers so weit wie möglich zu verhindern.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden Einheiten des Rettungsdienstes, der Kreisfeuerwehrinspektor des Rhein-Hunsrück-Kreises, der Gerätewagen-Atemschutz des Gefahrstoffzuges, die Drehleiter der Feuerwehr Oberwesel, das THW Simmern sowie der Malteser Hilfsdienst alarmiert, um im jeweiligen Aufgabenbereich unterstützend mitzuwirken.

Auch der Bürgermeister der Stadt Boppard Dr. Walter Bersch sowie der Bad Salziger Ortsvorsteher Andreas Nick begaben sich an die Einsatzstelle, um sich selbst einen Überblick über das Ausmaß des Brandes zu machen und über die nachfolgenden Maßnahmen zu beraten.

Nachdem die meterhohen Flammen eingedämmt werden konnten, begannen die aufwendigen Nachlöscharbeiten im und am Gebäude. Erst als jeder Raum des Gebäudes kontrolliert und alle Glutnester abgelöscht waren, konnten die Einsatzkräfte mit dem Aufräumen der Einsatzstelle und dem Rückbau der Gerätschaften beginnen.

Der Malteser Hilfsdienst hatte zwischenzeitlich im Feuerwehrgerätehaus Bad Salzig eine Verpflegungsstation errichtet, sodass die Kräfte dort eine warme Mahlzeit zu sich nehmen konnten.

An dem Großeinsatz in Bad Salzig waren insgesamt knapp 150 Einsatzkräfte beteiligt.
Die letzten Kameraden unseres Löschzuges verließen die Einsatzstelle um 20:17 Uhr, also knapp 4,5 Stunden nach Alarmierung.

Die Feuerwehr Bad Salzig stellte über die Nacht eine Brandwache, um mögliche wieder aufflammende Glutnester sofort bekämpfen zu können.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den reibungslosen Ablauf dieser herausfordernden Aufgabe sowie bei den Anwohnern, welche uns mit warmen Getränken und Snacks versorgten.

>>> Bilder und Videos >>>

+++ Unklarer Feuerschein Cäcilienhöhe +++

Kurz nach Mitternacht wurden wir zu einem unklaren Feuerschein im Bereich des Strauchschnittplatzes auf der Cäcilienhöhe alarmiert. Mehrere Kameraden nahmen diesen Feuerschein auf dem Weg zur Wache ebenfalls wahr.

Noch auf der Anfahrt wurde deutlich, dass es sich hier um ein größeres Feuer handelt, sodass erst das Tanklöschfahrzeug des Löschzuges Buchholz, kurze Zeit später dann jedoch die Löschzuge Buchholz und Bad Salzig nachalarmiert wurden.

Nach der ersten Erkundung wurde unsere Drehleiter an die Einsatzstelle beordert, um diese auszuleuchten. Gleichzeitig wurde ein Radlader angefordert, um das brennende Material auseinander zu ziehen, sowie die Feuerwehr St. Goar nachalarmiert.

Weil sich auf der L210 keine Hydranten befinden, musste zur Sicherstellung der Wasserversorgung ein sogenannter Pendelverkehr mit diversen Tanklöschfahrzeugen eingerichtet werden. Eine Wasserentnahmestelle befand sich hierbei in Boppard, eine weitere an einem Oberflurhydranten im Gewerbegebiet Hellerwald. Aufgrund der enormen Mengen Löschwasser (insgesamt über 500.000 Liter), die hierbei zur Brandbekämpfung entnommen werden mussten, wurde der Wasserversorger informiert.

Da sich zwischenzeitlich knapp 100 Kräfte im Einsatz befanden und sich abzeichnete, dass der Einsatz noch einige Stunden andauern würde, wurde die Verpflegungseinheit der Malteser gegen kurz nach 02.00 Uhr alarmiert. Diese baute innerhalb kürzester Zeit eine Verpflegungsstation auf. Bei solch langen und anstrengenden Einsätzen ist es wichtig, dass sich sie Einsatzkräfte ausruhen und ihre Energiereserven wieder auffüllen können. Hier helfen eine warme Mahlzeit, Kaffe, genug zu trinken und etwas Obst und Süßes ungemein.

Die L210 war zeitweise voll gesperrt, doch auch bei diesem Einsatz gab es viele Verkehrsteilnehmer, die scheinbar dachten, ausgerechnet für sie gelte diese Sperrung nicht.
"Aber ich dachte...", "Aber ich wollte...", "Aber ich muss...".
Nein! Wenn eine Straße gesperrt ist, erwarten die Fahrer der Tanklöschfahrzeuge beispielsweise keinen Gegenverkehr und Einsatzkräfte schauen sich vor dem Überqueren der L210 im Bereich des Strauchschnittplatzes auch nicht erst 3x um - warum auch, schließlich kann ja auch kein Auto dort entlangfahren.
Bis auf die vielen Unbelehrbaren natürlich...

Aufgrund der Ausbreitung des Feuers in den Hang, ein Übergreifen auf das angrenzende Waldstück konnte gerade noch verhindert werden, wurde ein Radbagger angefordert, um die brennenden Bereiche im Hang abzutragen. Um die Ausbreitung besser einschätzen zu können, unterstütze uns die DLRG mit ihrer Einsatzdrohne. Im weiteren Verlauf des Einsatzes kam hier aufgrund der größeren Reichweite ebenfalls ein Kettenbagger zum Einsatz.

Schritt für Schritt wurden einzelne Fahrzeuge und Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen, bis gegen 15 Uhr (einige Einsatzkräfte waren also seit 14,5 Stunden im Einsatz), das Einsatzende verkündet wurde.

Nachdem die Fahrzeuge neu bestückt und gereinigt wurden, meldete die Leitstelle ca. 1,5 Stunden später wieder eine starke Rauchentwicklung. Hier leiteten wir gemeinsam mit den Tanklöschfahrzeugen der Löschzüge Bad Salzig und Buchholz sowie den Löschgruppen Hirzenach und Holzfeld eine erneute Brandbekämpfung ein.  Dieser Einsatz war gegen 19.30 Uhr beendet.

Seit heute morgen um 06.00 Uhr befinden wir uns erneut mit den Einheiten Bad Salzig und Buchholz am Strauchschnittplatz im Einsatz. Einzelne Glutnester hatten sich wieder entzündet. Aktuell wird der gesamte vom Brand betroffene Bereich des Hangs mit dem Kettenbagger abgetragen und Schritt für Schritt abgelöscht - eine extrem anstrengende Aufgabe für Gerät und Mannschaft.

Wir möchten uns bei allen Einsatzkräften, die uns - egal in welcher Form - unterstützt haben, herzlich bedanken. Bei diesen sehr zeitintensiven und anstrengenden Einsätzen ist jede Hilfe Gold wert. Ebenso bedanken wir uns bei den Unternehmen, die wie immer sehr schnell und unkompliziert Verpflegung in Form von Brötchen, Getränken etc., aber eben auch schweres Gerät bereitgestellt haben.

Auch den Arbeitgebern, welche ihre Arbeitnehmer bei der Ausübung dieses
wichtigen Ehrenamtes unterstützen, gilt unser Dank.
Den Arbeitgebern, bei denen es leider nicht so unkompliziert ablief,
legen wir hiermit die Lektüre des § 13 (2) S. 1-3 LBKG ans Herz.

Insgesamt im Einsatz:
Aus der Stadt Boppard
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Bad Salzig
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Boppard
- Freiwillige Feuerwehr Stadt Boppard LZ Buchholz
- Löschgruppe Hirzenach
- Löschgruppe Holzfeld
- Freiwillige Feuerwehr Weiler
- Wehrleitung Stadt Boppard
Weiterhin:
- Berufsfeuerwehr Koblenz mit GTLF
- DLRG Ortsgruppe Bad Salzig e.V. mit Einsatzdrohne
- Feuerwehr Rheinböllen mit GTLF
- Feuerwehr St. Goar
- Feuerwehr Oberwesel
- Forstamt Boppard
- Hellerwald Gmbh Recycling & Baustoffe mit Rad- und Kettenbagger
- Malteser Hilfsdienst e.V Simmern
- Polizei
- Rhein-Hunsrück Entsorgung AöR
- Rhein-Hunsrück Wasser

(Fotos/Videos: Feuerwehr Boppard)

+++ Einsatzreicher Nachmittag +++

⛔Vorerst eine Bitte in eigener Sache:
Das Einfahren in Einsatzstellen gefährdet nicht nur Einsatzkräfte, sondern auch mitunter sehr teures Arbeitsgerät und nicht zuletzt auch euch selbst!
Heute kam es häufiger zu solchen Szenen, mehrere Personen fuhren trotz Straßensperren in unsere Einsatzstellen hinein.
Wenn eine Straße durch die Feuerwehr gesperrt ist, dann ist sie gesperrt!
Egal, wo ihr wohnt oder wo ihr hinmüsst. Wir sperren diese nicht aus Spaß, also bitte haltet euch daran.
Gerade bei Straßensperrungen arbeiten wir so schnell wie möglich, um diese wieder aufheben zu können. ⛔

Zunächst alarmierte uns die Leitstelle Bad Kreuznach um 13 Uhr zu einer hilflosen Person.
Diese war aufgrund des Unwetters von einem Wanderweg abgekommen und befand sich durch umstürzende Bäume in Gefahr.
Bei der schwierigen Lokalisierung unterstützte uns der Polizeihubschrauber der Polizei RLP.
Mit uns im Einsatz war die Höhenrettung Feuerwehr Stadt Boppard.

Noch während dieses Einsatzes wurden unsere Drehleiter sowie Atemschutzgeräteträger abgezogen und zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand in Bad Salzig disponiert.
Hier brach vermutlich durch Blitzschlag ein Feuer aus.
Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um einen Zimmerbrand handelte. Dieser drohte, auf den Dachstuhl überzugreifen, was größtenteils verhindert werden konnte.
Insgesamt 6 Trupps löschten unter schwerem Atemschutz das Feuer bzw. kontrollierten die übrigen Räumlichkeiten und löschten im Nachgang kleinere Glutnester ab.

Weiterhin wurden währenddessen mehrere Unwettereinsätze im Stadtgebiet abgearbeitet.
Mehrere überflutete Straßen mussten gesäubert und von Geröll befreit werden, zudem liefen Keller voll.

Übung: Explosion in Gebäude - mehrere vermisste Personen

+++ Explosion in Gebäude - mehrere vermisste Personen +++

So lautete am Donnerstagabend das Übungsstichwort für uns, die BRH Rettungshundestaffel Soonwald e.V. und die BRH Rettungshundestaffel Rhein-Mosel e.V.

Nach einer ersten Erkundung stand fest: Im Buchenauer Schwimmbad wurden mehrere Personen durch eine Explosion verletzt, welche daraufhin im Gebäude und auf dem Außengelände umherirrten.

Da das Treppenhaus vorerst nicht begehbar war, wurde ein Zugang mittels Drehleiter geschaffen, um Personal in und Verletzte aus dem Gebäude zu schaffen.

Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich fanden die Suchhunde immer wieder Verletzte, welche erstversorgt und anschließend gerettet wurden.
In den Abendstunden leuchteten wir das Gelände aus, um die Hunde bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Alles in allem eine sehr spannende und bereichernde Übung, wir bedanken uns bei allen Helfern.

Bilder: Löschzug Boppard / Stefan Scheffka, THW OV Idar-Oberstein

+++ Neues Einsatzfahrzeug +++

+++ Neues Einsatzfahrzeug +++

Aufgrund technischer Mängel musste das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 16 des Löschzugs Boppard aus dem Jahre 1995 kurzfristig ersetzt werden. Durch die umfangreiche Beladung, welche für die Brandbekämpfung und die umfassende technische Hilfeleistung ausgelegt ist, war dieses Fahrzeug stets das erstausrückende Fahrzeug der Einheit, somit musste ein zeitnaher Ersatz her.

Bedingt durch die besonderen Umstände konnte ein vereinfachtes Ausschreibeverfahren angewandt werden. Nachdem der Ausschuss für Feuerwehr und Katastrophenschutz und der Stadtrat die außerplanmäßigen Mittel zur Verfügung gestellt hatten, konnte sich eine Arbeitsgruppe mit der Beschaffung beschäftigen. Hierbei wurde sich für ein Fahrzeug der Firma Magirus aus Ulm entschieden.

Basis des neuen HLF 20 EC-Line ist ein Iveco-Fahrgestell mit einer zulässigen Gesamtmasse von 15 Tonnen und rund 300 PS Motorleistung. Hervorzuheben ist hierbei die moderne Fahrgastzelle, welche neben einem größeren Platzangebot ein deutlich höheres Sicherheitsniveau für die Einsatzkräfte bietet. Für die Brandbekämpfung verfügt das Fahrzeug über eine Pumpe mit einer Leistung von 2000 Liter pro Minute und einem Tankvolumen von 2000 Litern für den Erstangriff. Für den Bereich der technischen Hilfeleistung ist ein neuer hydraulischer Rettungssatz der Firma Lukas verlastet, welcher auch bei Unfällen mit hochmodernen Fahrzeugen über genügend Leistungsreserven verfügt.

Aktuell werden an dem Fahrzeug kleinere Anpassungen vorgenommen und parallel findet die Schulung der Einsatzkräfte statt.


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